Risk

Risikobasierte Instandhaltung (RBM)

Der Schraubendreher für jeden Werkzeugkasten.

Es gibt viele Stellschrauben, an denen das Instandhaltungsmanagement seine Maschinen und Anlagen systematisch verbessern kann. Jedoch welche das sind und wie gut die Instandhaltung gerade ist (sweet spot), zwingt die Führungskraft immer wieder dazu die Anlagen, die Strategie, das Ersatzteilmanagement und die Instandhaltungsorganisation neu zu bewerten (Abb. 1). 

Zudem kommen weitere Anforderungen aus den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Qualität hinzu, die das Aufgabenspektrum und das Instandhaltungsmanagement weiter vergrößert.

Abb. 1: Risikoorientierte Instandhaltung

Es kommt nicht selten vor, dass durch die Aufgabenvielfalt der eigentlich Zweck einer Instandhaltung aus dem Fokus gerät und das Anlagenausfälle in stark verketteten Produktionsprozessen zu hohen ungeplanten Instandhaltungsaufwendungen führen. Gründe können Vielfältig sein, aber münden häufig in der Fehleinschätzung des Ausfallrisikos. 

 

Denn grundsätzlich haben alle Instandhaltungsmaßnahmen nach DIN 31051 den Zweck einen Anlagenausfall vorzubeugen oder die Funktionsfähigkeit einer Betrachtungseinheit wieder herzustellen. Jedoch welche vorbeugenden Maßnahmen einen Einfluss auf einen möglichen Anlagenausfall haben, zeigt eine Studie der Universität Leoben, dass nur die Hälfte von 130 befragten Führungskräfte in der Instandhaltung, eine systematische Risikoanalyse anwenden, um Ihre Instandhaltungsstrategien auf das bewertet Risiko anzupassen. 

 

Meist scheitern die Risikoanalyse daran, dass diese in der Durchführungen zum größten Teil manuell erfolgen und mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden ist. Aus diesem Grund und der Tatsache das durch die immer stetig steigenden Digitalisierungsgrad der Anlagen die meisten Kriterien einer Risikoanalyse heutzutage systematisch aus dem System ermittelt werden können, ergibt sich nur noch einen Bruchteil der Aufwände in der Risikoanalyse.

Welchen Nutzen hat die Risikoanalyse für die Instandhaltung?

Wenig neu ist, dass sich das Risiko aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und den Konsequenzen zusammensetzt. Versucht man dies auf die Instandhaltung zu übertragen, sind in der Regel die Ausfallkosten und die Ausfallwahrscheinlichkeit die Faktoren die mitunter am besten das Risiko in der Instandhaltung beschreiben. 

Zu den klassischen Kriterien, um die Ausfallwahrscheinlichkeit zu definieren, zählen MTTR, Verfügbarkeit, Verkettungsgrad, MTBF und viele mehr aus dem Bereich Sicherheit, Umwelt und Qualität. Werden diese dann automatisiert, ermittelt und in Abhängigkeit der Ausfallkosten gesetzt, können sehr schnell Strategien auf Basis der veränderten Produktionsanforderungen nachvollziehbar getroffen werden (Abb. 2). Dadurch können transparent die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Konsequenzen systematisch reduziert werden.

Abb. 2: Risikominimierung

Einen weiteren Reiz hat das System in der Betrachtung von gleichen Anlagen und Maschinen im Benchmark. Hier kann nicht nur die Anlagenkritikalität im Verhältnis zu den Instandhaltungskosten gesehen werden, sondern auch gleichartigen Anlagen, welche im Vergleich over-, under maintained oder sich im Benchmark befinden (Abb. 3).

Abb. 3: Risikoanalyse von vergleichbaren Anlagen

Neugierig geworden, was das Risikomanagement für Ihre Instandhaltungsorganisation bedeuten könnte? Oder Sie wollen die Risikoanalyse digitalisieren? 

Dann starten Sie jetzt mit unserer Checkliste „Aufbau eines vorbeugendes Instandhaltungsprogramm“. 

Benjamin Kuhn

Geschäftsführer nxtmaintenance

Benjamin Kuhn Gründer von NXTmaintenance ist seit mehr als 15 Jahren in der Instandhaltung tätig. Davon 8 Jahre in der Leitung von Optimierungs- und Restruktierungsprojekten von kleinen bis großen Instandhaltungsorganisationen sowie in Digitalisierungsprojekten, um die Produktivität und Wirksamkeit der Instandhaltung zu verbessern.
Immer dabei die Praxis im Blick, um maximale Mehrwerte für Instandhaltung und dem Mitarbeiter zu generieren.

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